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Franz Karl Basler-Kopp
Der Luzerner Märchenmaler 1879 – 1937

Schmied Völund

Schmied Völund
Kreide auf Papier
21.3x27.5 cm

Das in dieser Zeichnung dargestellte Motiv stammt aus der nordischen Mythologie, aus der Edda. Es dürfte sich aller Wahrscheinlichkeit nach um die in der Ausstellung von 1931 gezeigte, damals bereits in Privatbesitz befindliche Zeichnung "Schmied Völund" handeln. Im deutschen Sprachgebrauch ist diese Sage, die eine Art Vorgeschichte zur Nibelungensage darstellt, besser bekannt unter dem Titel "Wieland der Schmied".

Schmied Völund und seine beiden Brüder treffen auf drei Schwanenmädchen und heiraten diese. Nach neun Wintern verschwinden die Frauen aber, um über Kämpfe zu entscheiden, denn sie sind Walküren. Während seine Brüder sich auf die Suche nach ihnen machen, bleibt Völund daheim und schmiedet kostbare Ringe. Als König Nidud davon erfährt, lässt er ihn gefangen nehmen und ihm die Kniesehnen durchschneiden. Völund muss nun für Nidud in einer Schmiede auf einer Insel arbeiten. Als eines Tages die beiden jungen Söhne Niduds vorbeikommen, um Schmuckstücke zu betrachten, schlägt Völund ihnen mit dem Deckel der Truhe die Köpfe ab und macht Trinkschalen daraus, die er dem Königspaar schickt. Als Niduds Tochter Bödvild mit einem zerbrochenen Ring zu ihm kommt, macht er sie betrunken und vergewaltigt sie, woraufhin er sich mit selbst angefertigten Flügeln in die Luft erhebt und Nidud von seinen Rachetaten berichtet. (Quelle: Reinhard Hennig, Überbruck 43, 95168 Marktleuthen; http://www.wikinger.org/

Themen:Märchen und Sagen

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