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Franz Karl Basler-Kopp
Der Luzerner Märchenmaler 1879 – 1937

Der Grenzstein 1

Der Grenzstein 1
1918
Tempera auf Karton
23.5x17 cm

Das 1918 entstandene Bild ist nicht von Basler selber betitelt, und welcher Quelltext den literarischen Hintergrund dazu bildet, wissen wir nicht. Es gibt aber vier Jahre später in den "Fliegenden Blättern München" von 1922 eine fast identische Zeichnung von Basler-Kopp unter dem Titel "Der Grenzstein" nach einem Gedicht eines unbekannten Dichters. Wir erachten es daher als zulässig, dem Werk von 1918 ebenfalls diesen Titel als authentisch zuzuordnen.

Es gibt in der Sagenliteratur eine Fülle von Erzählungen aus vielen Gegenden, die von betrügerischem Versetzen von Grenzsteinen handeln, und es ist nur logisch, wenn dabei der Böse gelegentlich sichtbar im Spiel ist. Wir gehen jedenfalls davon aus, dass die Tiergestalt, die da auf dem Stein im wahrsten Sinne des Wortes sichtbar obsessiv mit reitet, eine Inkarnation des Teufels darstellt. Fast scheint man zu hören, wie dieser dem gebeugt unter der schweren Last keuchend durch die Verschworenheit der Nacht dahin schleichenden Manne in die Ohren zischelt, die Mühe werde sich letztendlich schon noch lohnen, ohne sich indessen näher darüber auszulassen, für wen denn eigentlich.

Themen:Märchen und Sagen

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