Bei der Kupplerin

Die Variante von Basler zu diesem unter anderen auch von Johannes Vermeer dargestellten Thema.
Zum Künstlerischen des Gemäldes zitieren wir aus der Besprechung der Ausstellung vom Juni 1931 im alten Kriegs- und Friedensmuseum im Luzerner Tagblatt vom 6. Juni 1931 aus der Feder eines leider nicht namentlich genannten Autors:
"... Auch der Akt, der weibliche Akt, ist nie nur Gegenstand einer Studie, er wird mit hineingerückt in die erzählerische Gestaltung einer Episode. Interessant ist in dieser Beziehung schon das kleine Interieur "Bei der Kupplerin", das die intime malerische Form ohne mondänes Raffinement zur Schau trägt. Zwar hat man den Eindruck der Aktstudie, aber die Haltung und Gebärde der Figur, der eigentümliche Ausdruck verlegener Scham auf dem Gesicht, während die Tür sich öffnet, und die Silhouette des reflektierenden Kavaliers sichtbar wird, - diese Vorgänge dokumentieren und umschreiben bereits en miniature das Ach und Weh eines der kitzligsten Kapitel aus dem grossen sittlichen Brevier. ..."
Themen:Lauf des Lebens