Das Buch von E. Fischer ist entsprechend den vier Themen des Titels in 4 Teile gegliedert und enthält insgesamt 17 Erzählungen und 10 kleine Szenen zum Teil in Solothurner Dialekt. Basler hat für das, wenigstens was die Erzählungen anbelangt, sprachlich und inhaltlich ansprechende Kinderbuch insgesamt neun 1/3-seitige Zeichnungen geschaffen, ausserdem für jeden der vier Teile eine eigene Kopfvignette. Wir geben hier eine Auswahl von vier Zeichnungen wieder.
Eduard Fischer: "Osterhas, St. Nicolas, Weihnacht und Neujahr"

Osterhas, Sankt Nikolas, Weihnacht und Neujahr


Vom Heiland

Kapitel 3: "Vom Heiland"
"Vom Heiland" erzählt die Passionsgeschichte im Solothurner Dialekt vom Anfang am Ölberg bis zum Tode Jesu am Kreuz. Basler hat zu dieser Erzählung zum Vorlesen eine eigentliche Pieta geschaffen, die tief empfundene Religiosität, aber auch eine berührende Anmut ausstrahlt.

Stille Nacht ...

Kapitel 12: "Stille Nacht, heilige Nacht ..."
Hier wird die Geschichte einer für zwei Mädchen ganz besonderen Weihnacht erzählt, "... an die sie jeden Weihnachtsabend denken, und dann wird es einen Augenblick still in unserer Stube". Basler zeichnet die für die beiden Mädchen unvergessliche Szene, wo sie, etwas ängstlich zwar ob der ungewohnten Umgebung und der Nähe des Todes, mit ihrer Gotte bei einem sterbenden Nachbarn zu Weihnachten singen.

Silvestersänger

Kapitel 15: "Die Silvestersänger"
Eine Geschichte von vergangenen Weihnachts- und Silvesterbräuchen in einem Dorf, unter anderem von einem alten Paar, das regelmässig zum Silvestersingen erschien und durch einen offenbar unverwechselbaren "Sound" auffiel: "Das war sehr eigentümlich bei ihnen. Während der Mann mit schönem Klange die erste Stimme sang, begleitete die Frau fest und fast dröhnend in der zweiten Stimme, und so mischte sich in die feierlichen Verse ein wenig Lustigkeit ein, die aber durch die vereinzelt voll und klar fallenden Harfenklänge fast wunderbar ausgeglichen wurde."

Ostern im Walde

Kapitel 3: "Ostern im Walde"
Das aus heutiger Sicht, vielleicht auch aus der damaligen (man müsste die betroffenen Kinder fragen), recht anspruchslose Spiel erzählt von der Frühlingsfrau, die, zwei Rehe an ihrer Seite, in weissem Kleide und grünen Schuhen naht, und nach allen Seiten Blumen ausstreut und Schmetterlinge fliegen lässt ...
Nun ja, sei es denn! Basler hat die Szene immerhin in eine anmutige Zeichnung umgesetzt.