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Franz Karl Basler-Kopp
The Lucerne Fairy-Tale Painter 1879 – 1937

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Jeremias

Jeremias
Öl auf Karton
16x21.5 cm

Jeremia ist neben Jesaja und Ezechiel einer der drei großen Schriftpropheten des Tanach, der Hebräischen Bibel. Jeremia wirkte etwa 627 bis 587 v. Chr. in Jerusalem. Er predigte dem Volk Israel Bekehrung und Umkehr zu JHWH (auch YHWH = ausgeschrieben meist Jahwe oder Jehovah) und prophezeite jahrelang den Untergang der Tempelstadt, der im Jahr 586 v. Chr. tatsächlich eintrat (Quelle: Wikipedia).

Basler-Kopp zeigt uns den Propheten trauernd und hoffnungslos vor den Ruinen Jerusalems, dessen Zerstörung er vorausgesagt hat. Genau so wie die Stadt ist er selber am Boden zerstört, in der tiefen Verbitterung eines Mannes, der das Unglück vorhergesehen und davor gewarnt und auch gesagt hat, wie es zu verhindern gewesen wäre, dem man aber nicht glaubte, weil man ihm nicht glauben wollte, den man zu einem Irren stempelte, in ihm einen unbequemen Störer des süssen, lasterhaften Lebens sah, dem man eigentlich die öffentliche Rede hätte verbieten müssen und wollen, und der vollends zum Gespött geworden wäre, wenn die Katastrophe ausgeblieben wäre. Nun, da mit ihrem Eintreten der Beweis für die Richtigkeit seiner Warnungen erbracht ist, hilft es auch dem Propheten nichts, er ist Teil des Unterganges, mitgerissen von der Lawine seiner eigenen Prophezeiung. Ihm bleibt nichts als seine Klagelieder. So sitzt er da, zusammengesunken auf dem kahlen Boden, die linke Hand in sein rechtes Bein verkrallt, vornüber gebeugt und den Blick abgewandt von den Trümmern der Türme und Häuser der Stadt, jener Realität gewordenen Vision.

Basler greift hier ein Thema auf, das in der Malerei oft dargestellt worden ist, unter anderen von Michelangelo (Sixtinische Kapelle "Jeremias") und Rembrandt "Jeremias betrauert die Zerstörung Jerusalems".

Subjects:Biblical Scenes

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