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"Der Schimmelreiter 1 und 2"
Zwei sehr typische, spätere Bilder von Basler-Kopp aus der Zeit um 1924. Seine stärksten Arbeiten finden sich bei den Kreidegemälden. Sehr oft sind es wie hier ausdrucksstarke, dramatische Szenen. In den beiden Darstellungen des "Schimmelreiters" nach der Novelle von Theodor Storm schlagen sich ausserdem auch Eindrücke seiner beiden Norddeutschlandreisen nieder.

Die beiden Kreidegemälde wurden in dem 2008 erschienenen Lehrmittel "Der Schimmelreiter" des Verlages Schroedel, Braunschweig, als Beispiele für "Der Schimmelreiter in der Kunst" auf Seite 221 abgebildet (ISBN 978-3-507-47059-0).

Wer kennt ihn noch, den Namen von Franz Karl Basler-Kopp, wer kennt noch seine Werke? Viele sind es über 70 Jahre nach seinem Tod zwar nicht mehr, aber innerhalb eines engeren Kreises der Besitzer seiner Bilder, einiger Galeristen und auch beim Kunstmuseum Luzern ist der Luzerner Märchenmaler, "der Malerpoet", wie ihn Ferdinand Avenarius nannte, durchaus ein Begriff.

Seine Malerei hat Basler-Kopp, auch wenn nicht alle seine Bilder einen Käufer gefunden haben, eine bescheidene zwar, aber auf Grund der ihm eigenen Genügsamkeit und vor allem in den letzten Jahren seines Lebens auch dank einer Anzahl von Gönnern in Luzern immerhin weitgehend sorgenfreie Existenz ermöglicht. Die für eine Würdigung seines Lebenswerkes aus heutiger Sicht ironischerweise vorteilhafte Folge der eher ungenügenden Nachfrage ist die, dass viele seiner Arbeiten schliesslich durch Kauf oder Erbschaft in der weiteren familiären Umgebung geblieben und trotz nicht immer sachgemässer Behandlung und Lagerung doch meist recht gut erhalten sind. Viele Bilder allerdings, die einen Liebhaber gefunden haben, und das sind doch nicht wenige (von den 70 Bildern der Ausstellung von 1931 waren immerhin 30 bereits vor der Ausstellung in Privatbesitz, mithin also verkauft), sind vorerst verschollen, ihr Verbleib ist uns nicht bekannt.

Dr. Paul Hilber, der damalige Konservator des Kunstmuseums Luzern, schloss seinen im "Vaterland" erschienen Nachruf auf den am 1. April 1937 Verstorbenen mit den Worten: "Die kleine Gemeinde von Freunden seiner Kunst wird dafür sorgen, dass das stille Weggehen von uns nicht ein Vergessen seines Schaffens bedeutet." Dieser so vertrauensvoll vorgebrachte Wunsch ist, von der Gedächtnisausstellung von 1938 abgesehen, in dieser Art nicht in Erfüllung gegangen. Gerade darum wollen wir ihn mit dieser Website aufgreifen und das Schaffen Baslers einem breiteren, interessierten Publikum näher bringen sowie auch möglichst viele verschollene Bilder und Zeichnungen wieder aufspüren und der Würdigung des Gesamtwerkes zuführen. Jenen erhalten gebliebenen Bildern, deren thematischer Hintergrund uns nicht überliefert ist, möchten wir diesen wieder zuordnen können. Dazu sei der Besucher herzlich zur Mitwirkung ermuntert. Machen Sie dazu von den Kontaktinformationen regen Gebrauch. Jeder Beitrag zur Ergänzung und Vervollständigung dieser Website und zur differenzierteren, künstlerischen Würdigung des Malers und seines Lebenswerkes ist willkommen.

Das Kunstmuseum Luzern seinerseits schlägt in seiner Sammlung online Kunstmuseum Luzern eine Brücke zu seinem einstigen Konservator und trägt ebenfalls zur Erfüllung seines Wunsches bei durch die Veröffentlichung der acht in seinem Besitz befindlichen Bilder von Basler-Kopp und einer Kurzbiografie.

Das Schweizerische Institut für Kunstwissenschaft trägt auf seiner Homepage bei durch die Veröffentlichung seines Online-Eintrags zu Basler-Kopp.